Workshops (Nachmittag)

Am Nachmittag werden die Themen konkret mit Ihnen diskutiert. Experten aus dem In- und Ausland werden mit kurzen Spotlight – Referaten neuste Trends und Best Practice aufzeigen. In moderierten Diskussionsrunden werden konkrete Aktivitäten für die Geo- und Raumplanungsbranche erarbeitet:

Workshops von 14:15 bis 15:30 Uhr

Digitalisierung – wie packen wir die Chancen?

Mit den neuen Technologien öffnen sich neue Handlungsspielräume. Wie kann die Geobranche diese nutzen? Wir simulieren den Berufsalltag eines erfolgreichen Geometers im Jahr 2027 als lebendiges Hologramm. Die Teilnehmer speisen dieses Hologramm direkt mit Ihren Erfahrungen, Ideen und Prognosen. Aus der Zukunftsvision ergeben sich Rückschlüsse für den heutigen Handlungsbedarf.

Das hochinteraktive Workshop-Format von FutureNow, garantiert einen intensiven Gedankenaustausch.

Berufsbild - sind wir für unseren Nachwuchs attraktiv genug?

Nachwuchsförderung ist nur möglich, wenn die Geo-Branche interessante Berufsperspektiven kommunizieren kann. Nicht die Technologie, sondern der Sinn der Arbeit muss zukünftig im Vordergrund stehen um für die jungen Generationen attraktiv zu sein. Durchgängige Bildungskonzepte und zielgruppenorientierte Kommunikation sind notwendig, damit der Ingenieurnachwuchs auch in Zukunft gewährleistet ist.

Im unter dem Patronat der geosuisse stehende Workshop wird mit Spotlight-Referaten aus der Schweiz und Deutschland (www.komm-mach-mint.de) ganz bewusst andere Sichtweisen und Lösungsansätze aufzeigen. Lassen Sie sich überraschen und inspirieren!

Landmanagement – wie arbeiten wir zukünftig? 

Verschiedenste Interessen müssen koordiniert und konsensfähige Lösungen erarbeitet werden. Landmanagement wird im «Dichtestress» zunehmend zum People Business. Gefragt sind Berater und Moderatoren mit sozialen und nicht nur technischen Kompetenzen. Mit Offenheit für neue Ideen, Verständnis für politische Prozesse und Vermittlungsfähigkeit in Konflikten lassen sich auch zukünftige Herausforderungen meistern.

Yves Maurer vom Bundesamt für Raumentwicklung und Prof. Dr. Dirk Engelke vom IRAP Institut für Raumentwicklung der HSR diesen Workshop gestalten. Referenten  aus dem In- und Ausland werden der Diskussion die entsprechende «Würze» geben.

Workshops von 16:00 bis 17:30 Uhr

Bauen digital – wie schaffen wir Mehrwerte?

Veränderungen rechtzeitig erkennen: die zunehmende Digitalisierung unserer Umwelt erfasst mit grosser Wucht die Baubranche. Moderne Informations-und Kommunikationstechniken verzahnen und optimieren die Prozesse unter den unterschiedlichen Beteiligten.

Ziele definieren: Geoinformationssysteme (GIS) und Gebäudedatenmodelle (BIM) werden zusammenwachsen. Für eine digitale Gestaltung der Landschaft und der urbanen Umgebung sind die Schnittstellen zwischen diesen Datenmodellen zu etablieren.

Chancen nutzen: Die IGS Mitglieder können die Brücke zwischen GIS und BIM schlagen. Möglichkeiten ergeben sich z.B. im Rahmen einer digitalen Baueingabe. Die Beschränkungen des ÖREB Katasters sowie der kantonalen und kommunalen Bauvorschriften könnten in ein numerisches Referenzmodell überführt werden. BIM-Daten von ausgeführten Projekten könnten, nach entsprechender Aufbereitung, wieder in GIS integriert werden.

Der Workshop steht unter dem Patronat von Bauen Digital Schweiz und wird moderiert von Dr. Bernd Domer, Professor HES und Veranwortlicher des Instituts inPACT der hepia in Genf. Er wird dabei unterstützt von Bernard Cherix, Verantwortlicher für die BIM-Ausbildung der Architekturstudenten an der EPFL und Christoph Käser, Leiter ÖREB Kataster und Koordination beim Bundesamt für Landestopographie Swisstopo.   

Public Private Partnership (PPP) – Zukünftige Rolle der freierwerbenden Ingenieur-Geometer?

Angesichts der schnellen Prozessänderungen  (alles wird digital, die Bewältigung der immensen Datenflut, Blockchains...) und den nötigen Organisationsanpassungen (variable Geometrie der Governance, aktives Handeln und grössere Flexibilität der Verwaltungen, neue Kommunikationswege...), muss der Beruf des Ingenieur-Geometer, und seine Rolle im Rahmen der PPP, sich neu erfinden, um «nicht mit einem Smartphone ersetzt zu werden». Änderungen und neue Randbedingungen bringen immer mit sich Energie und Chancen. Sind wir fähig und bereit diese positiv zu nutzen?

Der Think Tank Dimension Cadastre greift mit Input-Referaten folgende Themen auf:    Governance der variablen Geometrie (Gouvernance à géométrie variable), übergeordnete Verwaltungsplattformen (Plateformes de sur-traitance) und Blockchain. Anschliessend wird diskutiert, wie diese Prozesse vorangebracht werden können.

Lebensraumgestaltung – wie modellieren wir die Zukunft?

Für die Gestaltung der 10-Mio-Schweiz braucht es neue, interdisziplinäre Denk- und Planungsansätze. Geoinformation wird nicht mehr nur eine statische Kartengrundlage sein, sondern wird zunehmend zum dynamischen Visualisierungsmittel. Mit der zusätzlichen dritten und vierten Dimension steigt jedoch nicht nur die Aussagekraft, sondern auch die Komplexität der Modellierung sprunghaft an.

Prof. Dr. Dirk Engelke vom IRAP Institut für Raumentwicklung der Hochschule für Technik Rapperswil wird zusammen mit Yves Maurer vom Bundesamt für Raumentwicklung diesen Workshop moderieren. Spotlight-Referate werden nicht durch die Agglomerationen sondern auch die Entwicklung des ländlichen Raums und die zukünftigen notwendigen Infrastrukturen beleuchten.  

14:15 bis 17:15 Uhr Workshop CLGE (englisch)

Parallel zu diesen drei Tracks findet den ganzen Nachmittag ein Workshop des CLGE zum Thema Surveyors and Carthography - yesterday, today and ... tomorrow für die internationalen Mitglieder des CLGE und interessierte Besucher statt. 

17:40 bis 18:15 Uhr Schlusspräsentation und Handlungsaufruf

Zum Abschluss der Workshops werden die Resultate um 17:40 im Plenum vorgestellt werden.  Damit können alle Teilnehmer nicht nur von den besuchten Workshops, sondern auch von den Erkenntnissen der anderen, parallelen Veranstaltungen profitieren. 

Die Organisatoren des Anlasses sind überzeugt, dass alle Teilnehmer wertvolle Impulse für Ihren Berufsalltag mitnehmen können. Es wäre toll, wenn am nächsten Tag alle involvierten Branchenverbände die Denkanstösse an ihren Versammlungen weiterverfolgen und daraus Aktionspläne gestalten würden.